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29. Juli 2016 5 29 /07 /Juli /2016 18:35
Steirernacht

In dem Krimi Steirernacht von Claudia Rossbacher werden die Ermittler Sandra und Sascha zu einem Ehepaar und ihrem Sohn gerufen, die allesamt erschossen wurden. Zunächst sieht es wie erweiterter Suizid aus, doch ganz so einfach ist es nicht. Auch das Privatleben droht Sandra an ihre Grenzen zu bringen.

Titel und Cover passen zusammen, es deutet auf Österreich hin und es ist wirklich sehr dunkel.

Es gibt ein Glossar für österreichische Begriffe, auf das auch hingewiesen wird, was ich sehr gut finde, da ich die österreichische Sprache gerne mag, aber eben nicht alle Begriffe kenne.

Man ist gleich mittendrin in der Geschichte, es ist schön und flüssig zu lesen.

Die Ermittlungsarbeit ist sehr detailliert dargestellt, das Verhältnis unter den Kollegen sowie die zwischenmenschlichen Beziehungen allgemein sind ebenfalls detailliert und sehr authentisch dargestellt, wie ich finde.

Die Ermittlerin Sandra ist eine sehr sympathische Frau, die so ihre privaten Probleme mit ihrer Beziehung bzw. ihrem Liebesleben hat.

Man erfährt sehr viel über die ermordete Familie, wie das Familienleben vorher war. Auch Waffen spielen in diesem Zusammenhang eine große Rolle. Eine ebenfalls wichtige Rolle spielt die 13-jährige Tochter, die Augenzeugin ist und die einzig hinterbliebene.

Ein wirklich spannender, fesselnder Krimi, der ein Ende hat, mit dem ich nicht gerechnet habe und der auch das Privatleben und das Verhältnis der Kollegen nicht zu kurz kommen lässt. Tolle Mischung und eine unbedingte Empfehlung.

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28. Juli 2016 4 28 /07 /Juli /2016 20:33
Mit starker Hand

In dem erotischen Roman Mit starker Hand von Sandra Henke geht es die Schwestern Muriel und Alica. Beide verzehren sich nach Liebe und Leidenschaft. Die eine ehr zart, die andere mag es ehr hart. Alicas Sehnsüchte erfüllen sich, als sie Tate trifft. Er ist dominant veranlagt und Alica unterwirft sich ihm mit Haut und Haaren. Muriel verliert ihr Herz an Lester, der sie nach allen Regeln der Kunst verführt. Doch auch er hütet ein Geheimnis...

Das Cover ist sinnlich und suggeriert doch gleichzeitig Zusammenhalt. Der Titel ist zweideutig, das Buch erfüllt aber beide Seiten ganz wunderbar.

Der Schreibstil ist flüssig, man findet schnell in die Geschichte.

Die Hauptpersonen werden anfangs ziemlich detailliert beschrieben, man kann sich ein ziemlich genaues Bild von Ihnen machen.

Tatum, der eigenwillig und dominant ist und ganz genau weiß was er will. Trotzdem hat er sein Herz am rechten Fleck.

Muriel, die verhärmt und ängstlich ist, sich kaum aus dem Haus traut, weil sie in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht hat.

Ihre Schwester Alica, die ein Sonnenschein ist, trotz der Erfahrungen aus ihrer Kindheit, sie ist neugierig und will die Welt kennen lernen. Die beiden Schwestern sind sehr unterschiedlich, aber immer füreinander da.

Und zu guter letzt Lester, der von Anfang an irgendwie nicht wirklich durchschaubar ist...und er hat ein Geheimnis.

In den erotischen Passagen knistert es ganz schön, es wird viel mit Fantasien gearbeitet. Der Sex spielt schon eine große Rolle. Es gibt auch einige Passagen mit Herr und Sklavin, bei denen es schon ganz schön zur Sache geht. Es sind aber auch Gefühle im Spiel.

Dieser Roman ist eine interessante Mischung aus Erotik und Handlung drum herum, wo beides nicht zu kurz kommt.

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27. Juli 2016 3 27 /07 /Juli /2016 19:03
Tiefe Stiche

Eine Frau wird auf einem Parkplatz niedergestochen, eine zweite im Wohngebiet, eine dritte kann knapp gerettet werden. Kommissarin Lois Elzinga hat keine brauchbare Spur und kein hilfreiches Täterprofil. Der Täter scheint wahllos Frauen anzugreifen. Dann schlägt der Täter wieder zu und Lois begreift, wie viel dieser Fall mit ihr zu tun hat...

Der Titel deutet gleich schon auf Gewalt hin, die Stimmung, die das Cover verbreitet ebenfalls. Die Farben sind satt und eigentlich sind für mich Windmühlen etwas schönes, ich mag sie. Den Zusammenhang zwischen Cover und Titel kenne ich nicht.

Der Schreibstil ist flüssig, man ist gleich mittendrin.

Die Polizei und die Ermittlungsarbeit nimmt eine große Rolle ein, sie wird sehr detailliert beschrieben, was ich aber interessant finde. Die Kollegen haben untereinander ein gutes Verhältnis und unterhalten sich auch mal über Privates.

Die Ermittlerin Lois ist sympathisch, obwohl sie sehr streng zu sich selbst ist. Und sie ist voller Geheimnisse. Ihre Vergangenheit und ihre Familie nehmen mindestens einen genauso großen Rahmen ein, wie der Fall selbst. Sie hat Mutter und Schwester verloren und erinnert sich immer wieder an sie. Mit ihrer zweiten Schwester hat sie ein gutes Verhältnis. Ihr Vater spielt in dem Buch auch eine wichtige Rolle.

Das Buch beginnt sehr spannend, man weiß von dem Täter sehr wenig, keiner hat die Taten beobachtet. Ab einer gewissen Stelle wird aus meiner Sicht zu vieles zu schnell offensichtlich. Das finde ich etwas schade, da die Spannung nicht wirklich bis zum Schluss aufrecht erhalten wird.

Insgesamt würde ich sagen, ist das ein Thriller mit familiärem Hintergrund. Nicht der spannendste, aber mal was anderes.

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19. Juli 2016 2 19 /07 /Juli /2016 19:36
Make me feel real

Im Buch Make me feel real von C.J. Kingston geht es um Eric, der mit seinem Leben unzufrieden ist. Außer seiner Katze hat er keine Freunde, seine Mutter ist seine Vermieterin und bei Fremden bekommt er kein vernünftiges Wort über die Lippen. Als er sich zu oft über sein verkorkstes Leben aufregt, beschließt sein Schutzengel Leo, das Leben von Eric komplett umzukrempeln. Er begibt sich mit Eric auf Selbstfindungsreise und muss feststellen, dass es nur ein unlösbares Problem für ihn gibt - wie geht man damit um, wenn man sich in seinen Schutzengel verliebt.

Der Titel gefällt mir gut, aber deutsch würde er mir noch besser gefallen. Er passt sehr gut zum Buch. Das Cover hat mich gleich neugierig gemacht, ich habe mich gefragt, was die Regenschirme wohl für eine Bedeutung haben mögen. Die Person auf dem Cover schaut leider nicht sehr glücklich aus.

Der Schreibstil ist flüssig, Eric erzählt aus seiner Sicht. Man bekommt viele seiner Gefühle und Gedanken mit.

Eric ist ein schüchterner junger Mann, der sehr einsam ist und deshalb deprimiert. Er hat, außer seiner Katze, keine Freunde. Er kann sehr gut mit Tieren umgehen, deshalb auch sein Beruf: Tierarzthelfer. Mit seiner Mutter hat er eine sehr gute Beziehung, was er aber nicht immer zu schätzen weiß. Das eine mal ist sie ihm zu neugierig, das andere mal macht sie sich zu viele Sorgen, obwohl er weiß, dass sie es eigentlich gut meint. Er kann mit ihr trotz allem über alles reden und vertraut ihr.

Leo, sein Schutzengel, gibt sein bestes, um ihn zu beschützen und ihm dabei zu helfen, einen Ausweg aus seinem bisherigen Leben zu finden. Er ist nur für Eric sichtbar, ist auch manchmal einsam und hat mit Eric sicherlich nicht immer einen einfachen Job. Aber er macht ihn gut und findet damit zum Beispiel neue Freunde für Eric, bzw. auch zu alten zurück.

Eric und Leo verlieben sich ineinander. Trotz dass Leo nicht real ist. Das Verliebt sein fühlen beide, wie es ein Mensch auch tut. Die Beziehung der beiden ist jedoch besonders, da sie sich nicht berühren können, sondern alles sich nur mit Worten abspielt. Sehr interessant und gut umgesetzt.

Dass die beiden schwul sind, wird als das normalste der Welt betrachtet, keiner stört sich daran. Es ist auch an keiner Stelle in irgendeiner Art und Weise anstößig. Die Beziehung der beiden ist einfach etwas besonderes.

Zwischendurch wird es mal richtig spannend. Mit manchen Dingen habe ich so nicht gerechnet.

Ein nicht ganz alltägliches Buch, in dem es viel um Liebe, Freundschaft und Beziehungen im Leben, aber auch die Einsamkeit geht.

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17. Juli 2016 7 17 /07 /Juli /2016 21:01
Amandas unsichtbarer Freund

Stell dir vor, dein neuer Freund wartet in deinem Kleiderschrank auf dich...genau das ist Amanda passiert. Rudger weicht nicht mehr von ihrer Seite, die beiden haben einen coolen Sommer. Doch nur Amanda kann Rudger sehen. Bis der unheimliche Mr. Bunting auftaucht, der Rudger auch sehen kann...und ihn fangen will...

Der Titel macht gleich neugierig. Das Cover ist farbenfroh. Beides passt sehr gut zusammen.

Der Schreibstil ist flüssig, man ist gleich mittendrin. Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, ob die Sprache so kindgerecht ist. Die Einleitung hat mich etwas irritiert, den Zusammenhang habe ich nicht ganz verstanden.

Die Illustrationen sind sehr passend gewählt. Sie sind "nur" schwarz-weis, aber trotzdem verdeutlichen sie sehr gut, was gerade erzählt wird. Es wurde auch mit "Effekten" gearbeitet, die das Buch zu etwas besonderem machen. Bei einem beschriebenen Stromausfall zum Beispiel wurde die Buchseite schwarz mit weiser Schrift. Sehr beeindruckender Effekt mit einfachen Mitteln.

Amanda ist ein sehr aufgewecktes, abenteuerlustiges Mädchen mit einer blühenden Fantasie. Sie denkt sich nämlich einen imaginären Freund aus, den nur sie sehen kann. Diesen Freund, Rudger, finde ich sehr gut gelungen, er ist ein richtiger Freund für Amanda, der immer für sie da ist. Amanda mag ich auch sehr gerne. Auch ihre Mutter ist eine sympathische Person, die ihre Amanda liebt, wie sie ist.

Die Freundschaft von Amanda und ihrem imaginären Freund Rudger ist etwas sehr schönes und besonderes.

Insgesamt finde ich, gibt es in dem Buch zu viele imaginäre Wesen. Es ist zwar immer klar abgegrenzt bzw. erklärt, wer real ist und wer nicht, aber es war mir etwas zu viel.

Mr. Bunting fand ich ein bisschen zu gruselig. Und seine imaginäre Freundin erst recht. Aus meiner Sicht war es bei beiden ein bisschen zu viel Grusel und Verfolgung.

Ein Buch über die Freundschaft und die Fantasie, leider aus meiner Sicht etwas zu gruselig.

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17. Juli 2016 7 17 /07 /Juli /2016 09:08
Secret Fire - Die Entflammten

Der 17-jährige Sacha weiß, dass er nicht sterben kann, jedenfalls nicht vor seinem 18. Geburtstag. Ein uralter Flucht ist der Grund dafür. Nur die 17-jährige Taylor kann ihn von dem Fluch erlösen, doch ist sie bereit, sich und ihre Zukunft für Sacha zu opfern?

Das Cover ist geheimnisvoll, es ist dezent, die Farben sind aber trotzdem schön. Das Cover passt so gut zum Buch.

Den Titel fand ich anfangs nicht wirklich aussagekräftig, nachdem ich das Buch gelesen habe, finde ich passt er aber super zum Buch.

Der Schreibstil ist flüssig, man kann ihn schön lesen, man ist gleich mittendrin in der Geschichte. Die Geschichte wird abwechselnd aus Sicht von Taylor und Sacha erzählt, was ich sehr gut finde, da man von beiden die Gedanken und Gefühle kennen lernt.

Themen sind unter anderem die Schule. Taylor ist ehrgeizig, lernt gerne und viel. Sacha hat die Schule aufgegeben, seit er weiß, dass er sterben muss.

Die Familie ist beiden sehr wichtig, sie ist für beide der Rückhalt. Als Beispiel ist Taylors Opa zu nennen, der an der Lösung des Fluches forscht, schon seit Jahren. Eine beeindruckende Persönlichkeit.

Beide haben vom Schicksal etwas besonderes bekommen. Sacha den Fluch und Taylor ihre Fähigkeit.

Freundschaft ist für Taylor auch ein wichtiges Thema, eine beste Freundin, mit der man sich über alles unterhalten kann.

Mir waren Taylor und Sacha anfangs nicht gleich sympathisch, Taylor kam etwas spießig rüber, weil sie immer nur gelernt hat. Sacha hat dauernd waghalsige Aktionen unternommen, weil er wusste, er kann nicht sterben. Im Laufe des Buches versteht man Sacha doch immer besser und er wächst einem richtig ans Herz. Als die beiden sich kennen lernen, wird ihr beider Kampfgeist geweckt und man fiebert mit beiden richtig mit.

Das Buch ist unheimlich spannend. Es holt einen ab und lässt einen nicht mehr los. Am liebsten möchte man die Fortsetzung sofort lesen. Ich weiß nicht, ob ich warten kann, bis Band 2 erscheint.

Eine fesselnde Geschichte über zwei Jugendliche, die vom Schicksal besonders bedacht wurden, es entführt uns in deren Welt und gibt uns erst am Ende wieder frei. Eine unbedingte Empfehlung.

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13. Juli 2016 3 13 /07 /Juli /2016 18:34
The shape of my heart

Über  durfte ich The Shape of my Heart von Ann Aguirre, erschienen im Mira Taschenbuch Verlag lesen. Hier könnt ihr es bestellen.

Courtney und Ben sind seit Beginn des Colleges beste Freunde. Küsse und Sex sind zwischen den beiden kein Thema und Courtney möchte, dass das auch so bleibt. Doch dann bittet Max sie, ihm bei einem gefürchteten Familientreffen beizustehen. Innerhalb weniger Tage beginnt die Grenze zwischen Freundschaft und Leidenschaft zu verschwimmen.

Das Cover sieht schon leidenschaftlich aus, die Farben sind interessant, haben mich ein bisschen an die Sepia-Fotos erinnert. Gefällt mir. Der Titel gefällt mir nicht so gut, ich mag lieber deutsche Titel.

Der Schreibstil ist flüssig, man findet schnell in die Geschichte.

Max und Courtney waren mir beide gleich irgendwie sympathisch. Beide sind Kämpfer, beide hatten es in ihrem Leben bisher nicht leicht und beide geben nicht auf.

Max, der sich mit seiner Familie verstritten hat und so gut wie keinen Kontakt mehr zu Ihnen hat, bis er zu diesem Familientreffen muss, auf das er aber nicht alleine möchte, was man auch gut verstehen kann. Max ist durch seine Vergangenheit wirklich verletzlich geworden, das hat ihn geprägt. Ein ganz sensibler Mensch, der diese Seite aber nur den allerwenigsten zeigt. Harte Schale, weicher Kern passt hier super.

Courtney, die in der Vergangenheit ihre erste große Liebe verloren hat und über diesen Verlust nie wirklich hinweg kam. Und sie hat eine Familie, die sich zwar um sie sorgt, aber irgendwie doch nicht hinter ihr steht.

Diese beiden wohnen in einer WG, die schon fast wie eine Familie ist. Und diese beiden schätzen ihre Freundschaft so sehr, weil sie schon so viel anderes verloren haben. Sie wollen nicht riskieren, dass sie sich auf eine Beziehung einlassen und sich dann wieder verlieren, weil es nicht funktioniert. Doch das ist gar nicht so einfach.

Es ist eine Beziehung mit allen Facetten, Ehrlichkeit und Sehnsucht, Eifersucht und Liebe, Verlangen und Sex, aber auch Fehler, die den anderen wirklich verletzten können.

Auch die Musik und eine Band spielen eine Rolle.

Eine emotionale, mitreißende Geschichte über die Freundschaft und die Liebe.

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10. Juli 2016 7 10 /07 /Juli /2016 16:03
Kamikatze

Inghean, eine Katzen-Agentin verschwindet bei Ermittlungen zu Deutschlands größten Bauskandalen. Ihr kranker Bruder Ian macht sich zusammen mit Maxim, einem starken Albino-Kater auf die Suche. Ebenfalls mit an Bord sind ein Hunde-Modezar, ein Spatzen-Fliegerass, ein halber Regenwurm sowie eine durchgeknallte Ratte. Die ungewöhnlichen Gefährten landen in der Kanalisation, mitten in dem Überwachungsstaates des Professor Sumo. Auf dem Weg zu einer Tierversuchsanstalt, in der sie Inghean vermuten lauert das Unheil in den Katakomben von Berlin.

Der Titel hat mir gleich gefallen, ein tolles Wortspiel. Das Cover ist schwarz-weiß und damit einfach gehalten, aber es ist trotzdem schön. Titel und Cover passen zusammen.

Gleich zu Beginn ist ein Stadtplan von Berlin, finde ich immer gut zur Orientierung. Ebenfalls zu Beginn gibt es eine Vorstellung aller mitwirkenden Tiere. Auch das finde ich gut, da man nochmal kurz zurück blättern kann um zu gucken, was das nochmal für ein Tier war.

Es gibt ein paar Illustrationen, nicht viele und sehr einfach gehalten, aber sie gefallen mir gut und sie sind sehr passend gewählt.

Der Schreibstil ist flüssig und schön zu lesen. Man muss öfter schmunzeln, weil doch teilweise sehr witzige Passagen dabei sind. Als Beispiel sei hier das Fisch-Orakel genannt, das auf sächsisch die Zukunft prophezeit. Einfach herrlich.

Die Idee einen Krimi zu schreiben, in denen Katzen die Hauptrolle spielen finde ich einfach toll. Gerade als Katzenbesitzer, wo man weiß, was alles in ihnen steckt.

Von den Tieren, die sich zusammen tun, hat jedes seine Fähigkeiten und Besonderheiten, hat Spaß gemacht, zu lesen, was sie gemeinsam erleben und wer mit Hilfe von welcher Idee oder Fähigkeit welche Situation wie meistert. Eine wirklich besondere Gruppe, die in jeder Situation zusammen hält, auch wenn es nicht immer einfach ist. Was eine Truppe, einfach herrlich!

Als ich den Klappentext gelesen habe, habe ich erwartet, mehr über die Großprojekte wie den Berliner Bahnhof zu erfahren. Die Geschichte ging in eine ganz andere Richtung als ich dachte, aber das war gar nicht schlimm. Die Geschichte spielt zum Teil im Untergrund, was ich gut beschrieben finde. Und es wird die neueste Technik verwendet.

Das Buch ist spannend geschrieben, am Anfang bekommt man einen ganz guten Überblick und dann nimmt die Spannung fahrt auf und steigert sich bis zum Schluss. Nach der letzten Seite würde man am liebsten gleich den zweiten Band anschließen, man will unbedingt wissen, wie es weiter geht.

Was ich auch toll finde, ist, dass ein Euro pro verkauftem Buch an die Peta geht, für die Tiere. Lesen und gleichzeitig was Gutes tun.

Ein nicht ganz gewöhnliches Buch, das ich allen Katzenliebhabern empfehle, aber auch Fans von Krimis, die vielleicht nicht dem Alltäglichen entsprechen.

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7. Juli 2016 4 07 /07 /Juli /2016 20:11
Die Honigtöchter

Heute möchte ich euch das Buch "Die Honigtöchter" von Cristina Caboni, erschienen im blanvalet Verlag, vorstellen. Hier könnt ihr das Buch bestellen.

Angelica Senes ist reisende Imkerin und liebt ihre Freiheit. Sie reist durch ganz Europa und betreut Bienenstöcke. Als sie erfährt, dass ihre Patentante Margherita sie zur Alleinerbin ihres Cottages auf Sardinien gemacht hat, ändert sich für sie alles. Doch mit dem Testament fliegt auch die Lüge ihrer Mutter auf, nämlich, dass die Patentante gestorben ist, als Angelica noch ein Kind war. Von Margherita lernte sie die Sprache der Bienen. Doch sie muss sich entscheiden, gibt sie für das Cottage ihre Freiheit auf? In Sardinien ist es nicht einfach, nicht alle Bewohner sind ihr wohlgesonnen und plötzlich taucht der Cousin von Margherita auf und behauptet, er sei der rechtmäßige Erbe des Cottage. Dann wird auch noch bei ihr eingebrochen. Kurz davor abzureisen, trifft sie Nicola, an den sie schon als Kind ihr Herz verlor.

Titel und Cover passen gut zusammen, das Cover hat schöne Farben.

Der Schreibstil ist flüssig, man findet schnell in die Geschichte. Das Buch ist aber auch so geschrieben, dass man mit Angelica mitfühlt, irgendwie emotional.

Man erfährt natürlich viel über das Imkern und die Bienen, sowie den Honig, mit seinen verschiedenen Sorten. Von jeder Sorte werden Geschmack und Geruch, Eigenschaften und Wirkung beschrieben. An jedem Kapitelbeginn ist eine Honigsorte beschrieben. Ich wusste gar nicht, dass es so viele Sorten gibt.

Mit den Bienen spielt auch die Natur eine große Rolle. Die Insel Sardinen, die Landschaft dort, das Meer und das Dorf Abbadulche. Und die Bewohner, die dort zusammen halten und für ihr Dorf kämpfen. Für die diese Insel ihre Heimat ist, ein Zuhause.

Angelica ist eine sanfte, sensible Person, die sehr erfahren mit den Bienen umgeht. Wenn man das liest, könnte man meinen, sie hätte nie etwas anderes gemacht. Teilweise hab ich mich gefragt, ob das ganze in der Realität wirklich so sein kann. Zum Beispiel, wenn sie für die Bienen singt und diese sich dann auf sie setzen. Im Endeffekt war es mir egal, weil das ganze so beschrieben war, dass es eine ganz besondere Stimmung erzeugt hat, es war einfach schön zu lesen.

Auch das Verhältnis zu Angelicas Mutter spielt eine Rolle. Es war nicht immer gut und die Mutter hat vielleicht Fehler gemacht. Es ist ein auf und ab.

Angelica ist eine sehr freiheitsliebende Person. Sie hat einen Campingbus, darin wohnt sie, sie hat keine Wohnung und kein Haus. Ihren Hund und ihre Katze leben bei ihr im Bus und reisen mit ihr.

Die Vergangenheit auf der Insel schleicht sich immer wieder in Angelicas Kopf und damit auch Nicola, ihre erste große Liebe. Die beiden fühlen sich wie mit einem unsichtbaren Band verbunden. Damit kommen auch immer wieder Gedanken und Gefühle aus der Kindheit und der Vergangenheit. Nicola ist ein ganz besonderer Mensch, tollen Charakter, ich hab ihn gleich gemocht.

Ein so emotionales, gefühlvolles Buch, mit dem man der Natur irgendwie ein Stück näher kommt. Eine absolute Empfehlung, tolle Sommerlektüre.

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1. Juli 2016 5 01 /07 /Juli /2016 19:17
Das fremde Mädchen

Das fremde Mädchen von Katherine Webb. Rachel stellt sich als neue Gesellschafterin am Landsdown Crescent vor und begegnet dem zurückgezogenen Jonathan. Dunkle Erinnerungen quälen ihn, aber sie fühlt sich dennoch von ihm angezogen. Seine einstige große Liebe verlor er ünter mysteriösen Umständen. Welches Geheimnis verbindet Rachel mit dieser jungen Frau? Immer tiefer gerät sie in eine Spurensuche.

Cover und Titel passen zusammen, sagen aber erstmal nicht wirklich viel über das Buch aus. Das Cover hat schöne Farben.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und ist passend zum 19. Jahrhundert, in dem das Buch spielt. Es ist sehr detailliert beschrieben, oft ist das auch gut, um die Zusammenhänge begreifen zu können, ab und zu finde ich es etwas zu detailliert.

Das Buch erzählt abwechselnd zwei Zeitstränge, was wie ich finde, sehr gut umgesetzt ist, da sich die Geschichte so aus Aktuellem und Vergangenem und Erzähltem zusammen setzt. Es ist wirklich spannend, was man auf welche Art und Weise erfährt und es dann wiederum neue Fragen aufwirft, die man dann wieder anders beantwortet bekommt. Insgesamt wird die Spannung auf einem ziemlich hohen Level gehalten, wobei sie sich gegen Ende kontinuierlich steigert.

Die Personen sind sehr gut dargestellt, wie ich finde.

Rachel war mir gleich sympathisch, in ihrem Versuch, das Leben vernünftig anzugehen und ihrer Neugier, die sie doch immer wieder zu Dingen verleitet hat, die nicht ganz vernünftig waren. Rachel, die einen Mann aus Vernunft geheiratet hat und dann doch nicht glücklich war in der Ehe. Es wird einem wieder mal bewusst, wie anders eine Ehe damals war, der Mann, der zu bestimmen hatte, was die Frau zu tun und zu lassen hatte. Die Frau, die ihrem Mann, wann immer er wollte, zum Sex zur Verfügung stehen musste.

Jonathan, den man erst nur aggressiv und zurückgezogen kennen lernt, dann aber nach und nach erfährt, warum er so geworden ist und dass er eigentlich ein ganz normaler Mensch ist, der durch seine Erlebnisse im Krieg gezeichnet ist. Es werden hier viele Erlebnisse aus dem Krieg geschildert, die einem eine Gänsehaut hinterlassen.

Starling, das Hausmädchen, das heimatlos als kleines Mädchen auf einmal im Hof stand und wie eine Schwester aufgenommen wurde.

Ein ganz wichtiges Thema ist auch die Familie. Im einen Fall, die Familie, die man geliebt hat und verloren hat. Im anderen Fall hat man erfahren, dass man von seiner Familie ein Leben lang belogen wurde.

Ein ebenso großes Thema ist die Liebe. Die Liebe, die nicht sein darf, die einseitige Liebe, die heimliche Liebe.

Die Schere zwischen arm und reich wird sehr deutlich. Der Adel mit seinen Bediensteten, denen es oftmals besser geht, als Menschen, die nur von der Hand in den Mund leben.

Auch das gesellschaftliche Leben von damals kann man sich jetzt ein wenig vorstellen. Zum Beispiel ein Ball, bei dem sich die Menschen treffen und unterhalten und fröhlich sind, da sie ihrem Alltag kurzzeitig entfliehen können.

Ein wahrlich vielseitiges Buch. Eine eindeutige Empfehlung für Liebhaber von historischen Romanen.

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