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23. Juni 2020 2 23 /06 /Juni /2020 13:29

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Das Buch »Die Töchter des Roten Flusses« von Beate Rösler zeigt uns Kultur von einer anderen Seite. Selten ist Gegenwart und Vergangenheit so eng verwoben. Eingebettet in eine gefühlvolle Familiengeschichte geht es um Tuyet, die nach dem Tod ihrer Stiefmutter Briefe von ihrer Mutter aus Vietnam findet. Auf der Suche nach Antworten reist sie von Frankfurt nach Hanoi. In der Stadt am Roten Fluss lernt sie Linh kennen und taucht in die fremde Welt ihrer Heimat ein. Eines Tages ist sie ihrer Vergangenheit plötzlich näher als sie ahnt...

 

Diese Vergangenheit beinhaltet unter anderem auch den Vietnam-Krieg. Er begann 1964 und nahm seinen Anfang mit dem Zwischenfall im Golf von Tonkin. Beendet wurde er am 30. April 1975. Dieser Tag ist in Vietnam bis heute ein Feiertag. Der „Tag der Befreiung des Südens“. Die Südvietnamesen empfanden diesen als Besatzung und flohen als Boatpeople. An diesem Tag finden oft Paraden, Volksfeste und kulturelle Veranstaltungen statt. Mit dem Tag der Arbeit am 1. Mai wird er zu einem doppelten Feiertag kombiniert. Zum 40. Jahrestag, also am 30.4.2015 gab es eine große Militärparade, bei der das Kriegsende gefeiert wurde. Die Parade wurde live im Fernsehen übertragen.

 

 

Kultur

 

Quelle: Wikipedia

In Ho Chi Minh City gibt es den Wiedervereinigungspalast, der früher Regierungssitz Südvietnams war. Auf dem Hof erinnern zwei Panzer an die Eroberung des Palastes. Es werden auch unterirdische Touren durch den Bunker angeboten. Drucker, Landkarten und Telefone aus den 60er- und 70ern und vieles mehr kann man hier besichtigen.

 

Ho Chi Minh war ein Revolutionär, kommunistischer Politiker und bis zu seinem Tod (1969) Präsident und bemühte sich um die Wiedervereinigung von Süd- und Nordvietnam. Das Ende des Vietnamkrieges erlebte er aber nicht. Mit seinem Bestreben erreichte er die Befreiung Vietnams. In Hanoi ist ihm zu Ehren ein Mausoleum errichtet worden. Sein ehemaliges Wohnhaus kann man sogar besichtigen. Ihm wurde auch das Ho Chi Minh Museum gewidmet. In Ho Chi Minh City gibt es außerdem ein Kriegsmuseum, welches das meistbesuchte Museum der Stadt ist.

 

Quelle: t-online

Für die Opfer des Krieges wurde ein Denkmal errichtet, das eine Frau mit einem toten Kind auf dem Arm zeigt. Dieses Denkmal löst bei der Protagonistin im Buch eine sehr emotionale Reaktion aus. Es soll mahnen, so nicht wieder zu handeln.

 

In diesem Roman von Beate Rösler ist der Krieg und seine Auswirkungen anhand dieser Familiengeschichte sehr anschaulich dargestellt. Wie wirkt sich der Krieg auf die Familie bzw. die einzelnen Familienmitglieder aus? Welche Folgen entstehen hierdurch? Die abwechselnde Erzählweise aus Gegenwart und Vergangenheit lässt den Leser tief in die Familiengeschichte von Tuyet eintauchen und zeigt unter anderem, wie Geschichte von damals noch heute nachwirkt.
 

Weitere spannende Artikel zum Buch und Autorin findet ihr hier.

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