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22. Januar 2018 1 22 /01 /Januar /2018 16:51

Das dem Buch Der Reisende von Ulrich Alexander Boschwitz zugrunde liegende Romantyposkript wurde unmittelbar nach den Novemberpogromen 1938 verfasst. Ulrich Alexander Boschwitz war damals gerade 23 Jahre alt. Nur wenige Wochen schrieb er den Roman über den Juden Otto Silbermann, der zuerst sein Hab und Gut, dann seine Würde und schließlich den Verstand verliert. Ein eindrückliches Zeitdokument, das zum ersten Mal auf Deutsch erscheint.

Cover und Titel passen zusammen. Das Cover deutet schon auf ein historisches Buch hin.

Der Schreibstil ist flüssig, man kann das Buch gut lesen. Das Buch hat einen wahren Hintergrund. Es wird beschrieben, was die Juden alles  erlebt haben. Vom einen auf den anderen Tag wurden sie von Nachbarn, Bekannten und Verwandten teilweise anders behandelt. Wer ist Freund und wer Feind? Da hat man schon Zweifel.

Die Unterhaltungen der Reisenden mit Otto Silbermann sind sehr authentisch dargestellt. Man kann sich vorstellen, was damals so vor sich ging.

Seine Gedanken werden beschrieben, die man anfangs für verrückt hält, aber doch irgendwie nachvollziehen kann.

Geld spielt für ihn eine wichtige Rolle.

Ein Buch über eine für Deutschland wichtige Zeit. Ein Dokument, das man so noch nicht gelesen hat. Sehr interessant.

 

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